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Wissen & Geschichte


Vor ca. 350 Jahren lebten auf Reunion einer Nachbarinsel Madagaskars ähnliche Baumwollhündchen. Angeblich sollen noch einige von ihnen auf dieser Insel leben, doch ist das nicht sicher.
Auf Madagaskar ist der Coton, der zwischenzeitlich zum Nationalhund erklärt worden ist, sehr selten geworden. Darum wurde 1989 ein Ausfuhrverbot erlassen. Freilebende Cotons gibt es auf Madagaskar heute nicht mehr.
Über Frankreich, Belgien, die Niederlande kam der Coton de Tulear nach Deutschland. Die Beliebheit dieses plüschigen Wusels nimmt ständig zu. In den 50er Jahren begannen madegassische Züchter gezielt diese Hunde zu
kreuzen und brachten diesen kleinen liebenswerten plüschigen Kuschelhund hervor.
Als dann Züchter aus Frankreich auf den Coton aufmerksam wurden, nahmen sie ihn mit, um ihn durch weitere Einkreuzungen zu festigen. Ziemlich sicher ist, dass zumindest noch Malteser- und Papillonblut in seinen Adern fließt.
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Der Coton de Tulear im besonderen

Der Coton zeichnet sich durch einige gute Eigenschaften aus und ist der ideale Stadt- Wohnungs- und Familienhund.
  • er ist wachsam, ohne verkläfft zu sein
  • sein Fell ist pflegeleicht, haart kaum und hat kaum Eigengeruch
  • er ist leicht zu erziehen, weil er gefallen möchte
  • er ist fröhlich und ausgelassen, der ideale Spiel- und Schmusehund
  • in Frankreich wird er als Antidepressiv-Hund bezeichnet; er versteht es, seine Familie aufzuheitern und schwere Gedanken zu vertreiben.
Informationen & Bilder

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∼Auszug aus FCI- Standard Nr. 283/9.1∼

Der Coton de Tulear (franz. Baumwolle von Tuléar) ist ein kleiner Familien- und Begleithund. Er stammt aus Madagaskar und gehört laut FCE-Standard zu der Gruppe 9 - Gesellschafts- und Begleithund.

∼Rüde∼
Schulterhöhe 28 cm
Toleranz 25 - 32 cm
Gewicht 4 - 6 kg
∼Hündin∼
Schulterhöhe 25 cm
Toleranz 22 - 28 cm
Gewicht 3,5 - 5 kg

Proportionen

Das Verhältnis Widerristhöhe zur Gesamtlänge des Körpers beträgt 2:3. Das Verhältnis Kopflänge zur Körperlänge beträgt 2:5. Das Verhältnis Schädellänge zur Fanglänge beträgt 9:5.
Fell

ist ca. 8 cm lang, sehr weich und geschmeidig, baumwollartig, nie hart oder rauh. Das Haar ist dicht, reichlich vorhanden und darf sehr leicht gewellt sein.

Farben

Die Grundfarbe sollte weiß oder weiß champangerfarben, oder weiß mit braunem bis schwarzem Kopf- und Körperabzeichen sein. Die Farbzeichnung verliert sich bis zu spätestens einem Jahr, dann ist der Coton de Tulear wollweiß mit evtl. beigen Abzeichen.

Eigenschaften

Kleiner Gesellschaftshund mit langem, weissem Haar von baumwollartiger Textur, dunklen, runden Augen mit lebhaftem und intelligentem Ausdruck. Er ist sehr ausdauernd, robust, sportlich und gut geeignet für Agility - ein lustiger anpassungsfähiger Clown, dem immer neue Streiche einfallen, gut zu erziehen, weil er immer gefallen möchte.
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Erbkrankheiten:

Die mit häufigste angeborene Erkrankung bei Hunden (verschiedene Rassen) ist der PDA (Persistierender Ductus Arteriosus Botalli). Diese vererbbare Erkrankung ist eine angeborene Herzerkrankung, sie besteht von Geburt an!

Zur Zucht sollten nur PDA freie Tiere eingesetzt werden. Geschwister von betroffenen Tieren sollten unbedingt auf den angeboren Defekt mit einer Ultraschalluntersuchung untersucht werden, sowie die Eltern von betroffenen Tieren unbedingt aus der Zucht genommen werden sollten.

∼Links zu Persistierender Ductus Arteriosus Botall (PDA)∼


Über Erbkrankheiten beim Coton de Tulear im besondern ist nicht sehr viel bekannt. Je nach Vereinszugehörigkeit sind unterschiedliche Test und Untersuchungen wie z.B. für Augenerkrankungen und für Knieprobleme (Patellaluxation/PL) vorgeschrieben. Einige Züchter machen weitere zusätzliche genetische Tests und Untersuchungen wie z.B. auf Augenkrankheiten (Canine Multifokale Retinopathie/CMR2), auf eine Nervenkrankheit (Banderas Neonatale Ataxie/BNAt) und Hüftdysplasie/HD (röntgen).

∼Links zu Patellaluxation (PL)∼


∼Links zu Canine Multifokale Retinopathie (CMR2)∼


∼Links zu Banderas Neonatale Ataxie (BNAt)∼


∼Links zu Hüftdysplasie∼

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